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Ausgabe Nr. 5 / 2018
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© Störmer, Murphy & Partners

Deutschlands höchstes Holzhaus entsteht in Hamburg

Mit der „Wildspitze“ wird in Hamburgs Hafencity das höchste Holzhochhaus Deutschlands gebaut. Das Projekt setzt nicht nur auf den umweltfreundlichen Rohstoff Holz, sondern auch auf eine modulare Bauweise – um die Anwohner während der Bauzeit zu schonen.

Neunzehn Etagen und 64 Meter Höhe: Die sogenannte Wildspitze könnte zu einem Wahrzeichen der Hamburger Hafencity werden. Das Hochhaus wird bis auf das Treppenhaus komplett aus nachhaltig zertifiziertem Holz konstruiert und soll rund 180 neue Wohnungen enthalten, etwa ein Drittel davon öffentlich gefördert. Den ungewöhnlichen Namen erhält die Wildspitze von der Deutschen Wildtier Stiftung, die dort außerdem ihren neuen Stiftungssitz beziehen will. 

Rücksicht bei der Nachverdichtung

Baufläche in deutschen Großstädten ist knapp. Die sogenannte Nachverdichtung ist ein – nicht unumstrittenes – Instrument, um Wohnraum in bereits dicht besiedelten Flächen zu schaffen, wo er meist dringend gebraucht wird. Auch wo die Wildspitze entsteht, wohnen und arbeiten bereits jetzt viele Menschen. Damit Nachbarn und Anwohner beim Bau so wenig wie möglich durch Lärm, Schmutz und Verkehrseinschränkungen eingeschränkt werden, setzen Bauträger und Architekten auf eine modulare Bauweise: Viele Bauteile werden bereits in Werkstätten vorgefertigt und vor Ort nur noch montiert. 

Von der Verwendung nachhaltiger Materialien und einer intelligenten Steuerung des Bauprozesses versprechen sich die Planer Einsparungen von rund 26.000 Tonnen Kohlenstoffdioxid, die sonst bei Herstellung, Transport und Entsorgung herkömmlicher Baustoffe entstehen würden. Das umweltfreundliche Design setzt sich in der Tiefgarage fort, wo 100 für Elektromobilität ausgerüstete Parkplätze entstehen sollen. Die Wildspitze soll im Jahr 2021 fertiggestellt werden.

 

Quelle:

Projektseite der HafenCity